Regierung will auch Kunden des insolventen Reiseveranstalters Tour Vital entschädigen

Im Zuge der Thomas-Cook-Pleite will die Bundesregierung auch die Kunden eines weiteren insolventen Reiseanbieters finanziell entschädigen, berichtet die WirtschaftsWoche.

Weil die bundesweit versicherte Schadenssumme bereits ausgeschöpft ist, soll analog zur Thomas-Cook-Regelung auch den 640 betroffenen Kunden des insolventen Anbieters Tour Vital geholfen werden. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums dem Magazin.
Der Kölner Reiseveranstalter hatte am 26. September – nur einen Tag nach den deutschen Thomas-Cook-Gesellschaften – Insolvenzantrag gestellt, die Kundengelder waren ebenfalls bei der Zurich Versicherung versichert. Aufgrund gesetzlicher Bestimmung ist die Schadenssumme auf 110 Millionen Euro gedeckelt – und zwar nicht pro Einzelfall, sondern für sämtliche Insolvenzfälle innerhalb eines Geschäftsjahres. Reichen die 110 Millionen Euro nicht, w ird anteilig erstattet.
Allein im Thomas-Cook-Fall summieren sich die Kosten für Rückflüge und Entschädigungen laut Versicherer Zurich jedoch bereits auf rund 347 Millionen Euro. Für die Begleichung der Tour-Vital-Schäden war damit kein ausreichender Versicherungsschutz mehr vorhanden. Laut Ministeriumssprecher wird nun der Bund auch im Fall von Tour Vital einspringen und den Betrag übernehmen, der den Kunden nicht ersetzt wird. Wie die Auszahlung und Anmeldung von Ansprüchen im Detail ablaufen sollen, wird derzeit noch geprüft.

Eine Antwort auf „Regierung will auch Kunden des insolventen Reiseveranstalters Tour Vital entschädigen“

  1. Ist es korrekt, dass es nur 640 Geschädigte der TOUR VITAL geben soll? In einem anderen Link habe ich gelesen, dass die Schadenssumme für TOUR VITAL ca. 7 Mio. betragen soll. Das würde für mich nicht ganz zusammenpassen – fehlt hinter der 640 vielleicht eine Null?

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