TUI: Coronakrise knapst am Vermögen von Konzernchef

Die Krise des weltgrößten Touristikkonzerns TUI trifft nicht nur Großaktionäre wie den russischen Oligarchen Alexej Mordaschow oder die spanische Hoteliersfamilie Riu hart.

Auch Firmenchef Fritz Joussen musste in den vergangenen zwei Jahren er­hebliche Vermögenseinbußen hinnehmen. Um Zuversicht zu demonstrieren, kaufte der ehemalige Vodafonemanager noch Ende Februar für knapp 800 000 Euro gut 100 000 TUI-Aktien zum Preis von 7,78 Euro pro Stück. Bereits im Jahr zuvor hatte Joussen in vier Tranchen Papiere im Wert von knapp 3,4 Millionen Euro zum Kurs von bis zu 9,84 Euro ge­ordert. Am Montag dieser Woche notierte die Aktie zeitweise gerade mal noch um 4,20 Euro. Der Wert von Joussens seit Anfang 2019 erworbenem Aktienpaket in Höhe von ehemals gut vier Millionen Euro hat sich inzwischen fast halbiert – und könnte weiter sinken. Nach der mittler­weile dritten Rettungsaktion für die TUI soll am 5. Januar eine außerordentliche Hauptversammlung über eine Kapitalerhöhung im Volumen von 500 Millionen Euro befinden. Die Ausgabe neuer Aktien drückt in der Regel den Kurs. Schießt Joussen kein frisches Geld nach, dürften seine Anteile verwässern, weil der Prozentsatz sinkt, den er am Konzern hält. Der TUI-Chef gibt sich dennoch optimistisch. »Wir sind ge­rüstet für den Neustart nach der Krise«, versicherte er noch Anfang Dezember in einer Telefonkonferenz.

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