ifo: Brückenteilzeit in einem Drittel der Firmen nachgefragt

Die neue Brückenteilzeit ist in den ersten sechs Monaten ihres Bestehens bereits in einem guten Drittel der Unternehmen nachgefragt worden. Das ergibt sich aus der neuen Personalleiter-Befragung von ifo Institut und Randstad. Bei 22 Prozent der Firmen wurde der neue Rechtsanspruch selten geltend gemacht, bei 11 Prozent gelegentlich und bei 3 Prozent häufig. Bei der Brückenteilzeit kann der Beschäftigte hinterher wieder Vollzeit arbeiten.

„Besonders häufig wurde sie verlangt in größeren Unternehmen über 200 Mitarbeiter“, sagt Studienleiterin Julia Schricker vom ifo Institut. „Dort gibt es sie bereits in 59 Prozent der Firmen. Interessant ist, dass in rund jedem sechsten Unternehmen Ansprüche angemeldet wurden, die weniger als  45 Mitarbeiter haben. Diese Firmen sind von der Regelung ausgenommen.“ Jedes fünfte Unternehmen mit weniger als 45 Angestellten gewährte in der Folge auch tatsächlich zeitlich befristet Teilzeit.

Das Brückenteilzeitgesetz hat bislang weder als Jobmotor noch als Geschäftshemmnis gewirkt. „Getragen wird der Arbeitsausfall vor allem von den Kolleg*innen“, sagt Schricker. 38 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die (vorübergehend) freigewordene Arbeit vor allem von Kolleg*innen aufgefangen wird. Jedes sechste Unternehmen stellte neue Mitarbeiter*innen ein (16 Prozent). Von einer Verringerung der Geschäftstätigkeit berichteten hingegen nur 4 Prozent. 6 Prozent nannten „andere Maßnahmen“, bei 20 Prozent war keine Aussage möglich. Mehrfachnennungen waren zugelassen.

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