Harald Christ kritisiert linken Populismus gegen Reiche

Nach mehr als 30 Jahren in der SPD ist der Unternehmer Harald Christ wegen des Linksschwenks der Partei ausgetreten.

Nun schließt er sich den Liberalen an. Er wolle sich „für ein sozialiberales Deutschland“ einsetzen, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt über seine Motivation und Ziele. Auch in der FDP werde er „Anhänger des Sozialstaats“ bleiben. Dieser funktioniere aber nur „mit der Erneuerung des bundesrepublikanischen Aufstiegsversprechens“ und nicht „mit linkem Populismus gegen die Reichen“.

Christ arbeitete in verschiedenen Funktionen bei Banken und Versicherungen, in Berlin führt er eine Kommunikationsberatung. Der 48-Jährige schließe sich den Liberalen bewusst nach dem Fiasko von Thüringen an, wo sich der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten hatte wählen lassen. Sein Engagement falle „in schwierige Zeiten“, schreibt Christ.

„Es darf mit einer AfD keine Zusammenarbeit geben. Es wurden in Thüringen schwere Fehler gemacht, sie wurden korrigiert“, schreibt Christ in seinem Gastbeitrag. Das schlechte Wahlergebnis der FDP in Hamburg habe gezeigt, dass die Mehrheit der Wähler das genauso sehe. Das liberale Lager müsse im Kampf gegen rechts federführend sein, „denn das Gegenteil von rechts ist nicht links, sondern bürgerlich-liberal“.

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