Regierung will Galeria Karstadt Kaufhof retten

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hat sich offenbar mit der Bundesregierung grundsätzlich auf einen Staatskredit in Höhe von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro geeinigt, um das Unternehmen bis Ostern durchzufinanzieren.

Nach SPIEGEL-Informationen ist der Deal noch nicht final bewilligt, die Details werden gerade verhandelt. Die formalen Voraussetzungen aber, heißt es aus Regierungskreisen, seien gegeben.

Demnach erkennt die Bundesregierung im Warenhauskonzern eine Bedeutung für die Stadtzentren: »Um die Verödung der Innenstädte zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Kaufhäuser als zentrale Publikumsmagneten erhalten bleiben«, sagt ein Ministerialer. Jetzt gehe es vor allem noch um weitere Sicherheiten, die GKK-Eigner René Benko der Regierung zusagen müsse.

Da der Handelskonzern durch ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren zumindest auf dem Papier als saniert gilt und im Prinzip schuldenfrei ist, dürfte für das Unternehmen ein größerer Betrag an Fremdkapital verkraftbar sein. Es geht zwar um ein – für den Staat riskanteres – nachrangiges Darlehen; GKK hat aber bislang kaum andere Gläubiger, die im Falle einer Insolvenz vor der Bundesregierung bedient werden müssten.

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