OECD glaubt an länger anhaltenden Abschwung

OECD-Ökonomin Boone glaubt an länger anhaltenden Abschwung und sieht „enormen Investitionsbedarf“ in Deutschland

Deutschland muss sich auf eine längere Wirtschaftsflaute einstellen. „Das, was zunächst wie ein zeitlich begrenzter Abschwung aussah, wird nun wohl doch länger anhalten“, sagte Laurence Boone, Chefökonomin der Industrieländerorganisation OECD, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Anders als zunächst erwartet, schwelten die Handelskonflikte der USA mit China und der EU weiter. Deutschlands Schlüsselbranche, die Autoindustrie, leide nicht nur unter einer kurzen Absatzflaute, sondern unter Strukturproblemen: Die Energiewende werde Carsharing, Elektroautos und öffentlichen Nahverkehr fördern. „Es ist ein sehr tiefgreifender Wandel für die Autoindustrie, und das ist auch einer der Gründe für unsere verhaltene Wachstumsprognose für Deutschland“, sagte sie.

In Deutschland sei der Investitionsbedarf enorm und mit der Politik der schwarzen Null nich t zu schaffen, betonte Boone. Investitionen in die Infrastruktur nutzten mehreren Generationen, deshalb sei es nur fair, wenn sie nicht allein vom heutigen Steuerzahler finanziert würden, sondern auch aus Krediten. Die grundsoliden Niederlande könnten Deutschland als Vorbild dienen.

Boone empfiehlt zudem eine unabhängige Investitionskommission: Sie könnte berechnen, wie lange zum Beispiel eine neue Eisenbahntrasse genutzt wird – und wie man die Kosten am besten auf diese Jahre verteilt

Eine Antwort auf „OECD glaubt an länger anhaltenden Abschwung“

  1. Man kann einen Abschwung auch herbeireden! Wenn man nur oft genug lügt, dann glaubt man die (eigene) Lüge. Rezessionen sind selten in Deutschland, zyklisch gibt es alle paar Jahrzehnte mal eine kurze Rezession. Eher einen Schluckauf, ohne dass es ein chronischer Reflux wird.

    Das schreibt der Blogbetreiber doch selbst, wie man hier gut aufbereitet und recht verständlich nachlesen kann:

    https://www.nachrichten-fabrik.de/news/oliver-krautscheid-die-rezession-kommt—nicht-113064

    Die Rezession kommt sicherlich nicht aus sich selbst heraus, aber wenn sie von Experten und Verschlimmbesseren und Fatalisten in den Medienhäusern nur lang genug beschworen wird, dann kommt sie.

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